Weisheitszahnentfernung

Im Ober- und Unterkiefer wird der achte Zahn (von der Mitte der Zahnreihe gerechnet) als Weisheitszahn bezeichnet.

Gründe für eine Weisheitszahnentfernung:

  • Dentitio difficilis
  • Verlagerter Weisheitszahn
  • Auf Empfehlung des Kieferorthopäden

Dentitio difficilis

Der Weisheitszahn kann aufgrund von sehr engen Platzverhältnissen nicht korrekt durchbrechen.
Symptome: Reduzierter Allgemeinzustand, lokale (örtliche) Schleimhautentzündung, oft in Kombination mit Mundgeruch/Mundfäule, Kieferklemme als Folge der lokalen Schwellung, Schluckbeschwerden. 


Verlagerte Weisheitszähne

Verlagerte Weisheitszähne können auf benachbarte Zahnwurzeln drücken und dadurch unklare Gesichts- und Ohrschmerzen verursachen. Eine Resorption (Auflösen) der benachbarten Wurzel ist ebenfalls nicht auszuschließen.


Auf Empfehlung des Kieferorthopäden

Kieferorthopäden wünschen zum Teil im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung eine Extraktion der Weisheitszähne. Die Weisheitszahnentfernung erfolgt in diesen Fällen oft erst nach Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung.


Operatives Vorgehen

Das Entfernen von Weisheitszähnen erfolgt in Lokalanästhesie (Spritze). Nachdem das Operationsgebiet betäubt wurde, wird eine Eröffnung der Schleimhaut mit einem Skalpell geschaffen. Der Schleimhautlappen (Zahnfleisch) wird über dem Weisheitszahn weggeklappt und der darunter liegende Kieferknochen wird sichtbar. Nun wird mit einem Knochenbohrer der Weisheitszahn freigelegt und der Zahn im Ganzen oder in Stücken entfernt. Die Wunde wird anschließend gesäubert und der Knochen geglättet, um eine komplikationslose Heilung zu fördern. Der Schleimhautlappen wird mit mehreren Nähten über der Wunde fixiert, die nach ca. acht Tagen wieder entfernt werden sollten.

Während der Operation sollten Sie außer dem unangnehmen Geräusch des Knochenbohrers und Druckgefühlen beim Gebrauch von Zangen und Hebeln nichts spüren, es ist grundsätzlich ein schmerzfreier Eingriff.